Sendeplan fürs Webradio erstellen: So wird dein Programm verlässlich und verständlich
Ein guter Sendeplan hilft zwei Gruppen gleichzeitig: Hörer sehen, wann ihre Lieblingssendung läuft, und das Team weiß, wer für welchen Zeitraum verantwortlich ist. Dafür muss der Plan aktuell, einfach lesbar und realistisch sein.
1. Mit wiederkehrenden Programmpunkten beginnen
Regelmäßige Formate sind leichter zu merken als ein komplett wechselndes Programm. Plane zunächst die Sendungen, die jede Woche oder in einem festen Rhythmus laufen. Freie Zeiten können danach ergänzt werden.
Nutze eindeutige Sendungsnamen. Ein Name wie „Chris live“ sagt neuen Hörern weniger als ein Formatname mit erkennbarem Inhalt.
- Wochentag
- Start- und Endzeit
- Sendungsname
- Moderator
- Kurze Beschreibung
Ein kleiner verlässlicher Plan ist wertvoller als ein vollgestopfter Kalender mit häufigen Ausfällen.
2. Puffer und Übergaben einplanen
Sendungen enden nicht immer sekundengenau. Plane Übergaben so, dass der nächste Moderator genug Zeit für Technikcheck und Verbindung hat. Bei Live-Betrieb lohnt es sich, intern einen kurzen Vorlauf festzulegen.
Wenn ein Moderator ausfällt, sollte sofort klar sein, ob eine Vertretung, Auto-DJ oder ein anderes Format übernimmt.
- Technikcheck vor Sendebeginn
- Vertretung benennen
- Notfallprogramm definieren
- Änderungen zentral kommunizieren
3. Sendeplan und On-Air-Anzeige synchron halten
Der Sendeplan ist eine Vorschau, die On-Air-Anzeige beschreibt den aktuellen Zustand. Beides sollte zusammenpassen. Wenn der Plan Moderator A zeigt, im Player aber Moderator B steht, wirkt das System ungepflegt.
Definiere deshalb, wer kurzfristige Änderungen einträgt und wie der aktive Moderator seinen Status setzt.
- Eine Quelle für aktuelle Sendungsdaten
- On-Air-Status beim Start setzen
- Plan bei Vertretung aktualisieren
- Vergangene Änderungen nicht unnötig stehen lassen
ET-HOST verbindet Sendeplan, On-Air-Status und Community. Dadurch lassen sich Programm und aktiver Moderator für Hörer in derselben Umgebung darstellen.
4. Beschreibungen für Hörer schreiben, nicht fürs Team
Interne Kürzel und technische Hinweise gehören nicht in die öffentliche Sendungsbeschreibung. Schreibe stattdessen in ein bis zwei Sätzen, welche Musik, Themen oder Aktionen die Hörer erwarten.
Wenn eine Sendung eine Wunschbox nutzt, kann das direkt in der Beschreibung stehen.
- Musikrichtung oder Thema nennen
- Besondere Rubriken erwähnen
- Wunschmöglichkeiten erklären
- Klare, kurze Sprache verwenden
5. Mobile Darstellung und Aktualität kontrollieren
Ein Sendeplan wird oft unterwegs geöffnet. Vermeide deshalb breite Tabellen, die auf dem Smartphone nur durch horizontales Scrollen lesbar sind. Karten oder kompakte Tagesansichten sind häufig besser.
Lege außerdem fest, wie oft der Plan geprüft wird. Veraltete Sendungen schaden dem Vertrauen stärker als ein bewusst kleiner Plan.
- Smartphone-Ansicht prüfen
- Aktuellen Tag hervorheben
- Zeitformat einheitlich halten
- Abgelaufene Sondertermine entfernen
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